© 2009, Airsoft Sportverein Unterland
Hier kommst du zum Airsoft Lexikon
Alle im Aisoft Sport benutzten Abkürzungen und Fachausdrücke werden hier ausführlich erklärt
Was ist Airsoft?
Definition von Airsoft:
Das Grundprinzip ist – ähnlich wie bei Paintball – einen gegnerischen Spieler aus dem Spiel zu befördern, indem man ihn trifft. Das
eigentliche Ziel des Spiels ist jedoch vom Spieltyp abhängig.
Als Munition werden bei Airsoft Plastikkugeln (BBs) oder Kugeln aus (teilweise) biologisch abbaubaren Materialien (Bio-BBs)
verwendet. Das setzt bei Spielen einen hohen Grad von Fairness voraus, da man Treffer nicht anhand von Farbflecken
nachweisen kann: Wird ein Spieler getroffen, so gibt er mit einem lauten „HIT“ oder mit einem anderen Zeichen (vorher
abgesprochen) den Treffer bekannt und verlässt das Spielfeld so, dass die anderen Mitspieler erkennen können, dass er nicht
mehr im Spiel ist. Der getroffene Spieler begibt sich daraufhin zur Safezone. Darin müssen die Markierer gesichert sein und es darf
nicht in Richtung der sich dort befindlichen Spieler geschossen werden. Bei Spieltypen wie z.B. Capture the Flag dient diese Zone
auch dem Wiedereinstieg ins Spiel. Im Gegensatz zu z.B. Fussball, ist Airsoft nicht an ein spezielles Spielfeld gebunden. Als
Spielfelder eignen sich sämtliche Geländetypen wie z.B. Wälder, Kiesgruben, alte Industriegelände und Hallen. In einigen Ländern
hat Airsoft bereits den Status einer anerkannten Sportart erreicht, wie z.B. in Italien. Hier werden sogar Ligen organisiert und
Meisterschaften ausgetragen.
Geschichte:
Die eigentliche Geschichte von Airsoft beginnt in Japan nach Ende des Zweiten Weltkrieges. Da dort Waffen für den Normalbürger
von jeher fast gänzlich verboten sind, ließen sich findige japanische Unternehmer eine Alternative für ihre Klientel einfallen:
schwache druckluftbetriebene Replikas, die nicht vom japanischen Waffenverbot erfasst wurden. Der Siegeszug von Airsoft um die
ganze Welt begann.
Was ist Airsoft nun genau?
Um es einfach zu erklären: Airsoft ist das Räuber und Gendarm der Neuzeit ( für Erwachsene). Meistens treten 2 Teams, in
Tarnkleidung (die aber nicht zwingend ist) und mit Waffennachbildung ausgestattet, gegeneinander an, und versuchen sich
gegenseitig "abzuschießen". Wer als letztes am Platz bleibt hat gewonnen. Natürlich gibt es eine Vielzahl von Spielmöglichkeiten,
wo unter anderem auch Geschick und Köpfchen gefragt sind - und oft auch viel wichtiger als das eigentliche 'Abschießen' sind,
aber diese Erklärung bringt es der breiten Masse bildlich sehr nahe. Das vorhin bezeichnete Abschießen ist völlig harmlos. 6mm
Plastikkugeln werden von den Softguns ca. 50m weit verschossen, und hinterlassen beim Aufprall keine Spuren (Kugeln zerplatzen
nicht wie beim Paintball). Durch die Pflicht von Schutzbrillen, ist das Verletzungsrisiko durch die Kugeln auf das Minimum reduziert
und Treffer auf die Haut hinterlassen nur selten rote Flecken.
Airsoft in Österreich:
Airsoft ist in Österreich mittlerweile immer mehr verbreitet, wobei leider noch einige Spieler illegal Spiele abhalten (nicht im
Vereinsrahmen und auf dafür vorgesehenen Geländen). Dadurch, und auch weil dieser Sport von Außen als militant angesehen
werden kann, steht die Bevölkerung Airsoft teilweise skeptisch gegenüber - was man auch nicht verdenken kann. Erstens sieht es
für Außenstehende so aus, als ob eine Schar von Verrückten paramilitärisches Training ausüben, und zweitens sind die Spielgeräte
bei diesem Sport echten Waffen optisch nachempfunden. Diese können aber NICHT zu solchen umfunktioniert werden, da diese
so genannten Softguns nur 6mm "Plastikkugeln" verschießen, und die Innerein anders aufgebaut sind. Nichts desto trotz gibt es
strenge Regeln, die es ermöglichen, dass Airsoft ein Spiel und Sport bleibt. Es mögen zwar oft die Begriffe wie Militär-Simulation
oder Kriegspielen fallen, doch sollte man dabei bedenken, dass es nur ums Spielen, Spaß und ein geselliges Aufeinandertreffen
geht. Gewalt verherrlichende Absicht gibt es hier nicht und hat bei Airsoft auch nichts verloren. Die meisten Spieler wollen nur mal
am Wochenende "was ganz anderes" machen als die ganze Woche in ihren Jobs.
Waffe oder Spielzeug?
In Österreich sind Airsoftsportgeräte ab 18 Jahren frei erhältlich, es besteht auch keine Markierungspflicht wie in Deutschland.
Airsoftsportgeräte sind – anders als in Deutschland - keine Waffen und fallen deshalb auch nicht unter die Zuständigkeit des
Waffengesetzes. Mehr zu diesem Thema finden Sie unter den Rubriken Recht und Jugendschutz.
Gefährlichkeit:
Oft kommt die Frage, ob dieser Sport nicht gefährlich sei, da mit einer Art Luftdruckwaffe direkt auf andere Spieler geschossen
wird. In der Tat stellen Airsoftsportgeräte eine gewisse Gefahr dar, jedoch nur bei unsachgemäßer oder fahrlässiger Benutzung
und/oder unter Missachtung der strengen Sicherheitsbestimmungen.
Grundsätzlich können durch die von österreichischen Vereinen zu Spielen zugelassenen Airsoftsportgeräten kaum Verletzungen
entstehen, da die maximale Mündungsenergie der Sportgeräte streng überwacht wird und sogar wesentlich niedriger ist als in den
meisten anderen Ländern. Den Spielern wird empfohlen lange feste Kleidung, Handschuhe, etc zu tragen um das sowieso schon
kleine Verletzungsrisiko zu minimieren.
Die einzigen kritischen Stellen sind die Augen und die Ohren, welche jedoch durch entsprechende Schutzmaßnahmen (Full Face
Maske oder Schutzbrille und Sturmhaube) geschützt werden. Das Tragen einer Schutzbrille ist bei allen Veranstaltungen
ausnahmslos Pflicht, wodurch das Hauptrisiko einer Augenverletzung gänzlich gebannt wird.
Das Risiko sich bei Airsoft zu verletzen ist wesentlich geringer als bei anderen Sportarten, da es zu keinem direkten Kontakt
zwischen den Spielern kommt. Natürlich kann es so wie bei jedem anderen Sport auch vorkommen, dass ein Spieler stolpert und
sich dabei verletzt, was jedoch nicht spezifisch für unseren Sport ist.
Warum Airsoft?
Wer ein so ausgefallenes Hobby wie Airsoft hat, kommt immer wieder in Situationen, in denen man Mitmenschen erklären muss,
warum man an ausgerechnet so einer Sache Interesse hat. An all jene, welche sich eine objektive Meinung über Airsoft bilden
wollen, sind diese Zeilen gerichtet. "Was bringt Menschen dazu, auf andere zu schießen?" lautet eine oft gestellte Frage. Der
implizierte Fehler liegt schon in der Wortwahl, auch wenn die auf den ersten Blick zutrifft: "schießen". Denn dieses Wort wird
normalerweise mit "töten" gleichgesetzt. Wer auf jemand anderen schießt, tötet ihn. Bei Spritzpistolen verwendet man
abschwächend "spritzen", obwohl gleichsam mit Wasser geschossen wird.
Doch gerade hier liegt der Punkt: Bei Airsoft geht es darum, den/die Gegner zu treffen, hier also mit einer oder mehreren
Plastikkugeln. Dahinter steckt normalerweise zu 90% der Spieltrieb, der vor allem Männern noch bis ins hohe Alter innewohnt.
Aggressionsabbau? Die Idee von Airsoft geht keineswegs in diese Richtung. Der ASVU distanziert sich daher auch klar von dieser
Einstellung, denn das "Frust Ablassen" geht quasi immer auf Kosten eines Anderen.
Paramilitarismus?
Zunächst einmal eine Aufklärung: Paramilitarismus bedeutet Kommandostrukturen, militärische Ausbildung etc. abseits der
regulären Armee eines Staates. Das Wort ist in der heutigen Zeit außerdem negativ bewertet, da Paramilitarismus per Gesetz
verboten ist, und negative Assoziationen mit geschichtlichen Ereignissen gegeben sind. Im Brockhaus steht gar: "paramilitärisch,
im Sinne von vormilitärisch, die Ausbildung Jugendlicher vor dem eigentlichen Wehrdienst; im Sinne von nebenmilitärisch
Bezeichnung z.B. für Grenzschutz, Gendarmerie, Freiwilligenverbände" Das Tragen einer Flecktarnhose ist nicht Paramilitarismus.
Nach österreichischem Gesetz gelten Airsoftsportgeräte nicht als Waffen im Sinne des Waffengesetzes, somit fehlt noch eine
wichtige Voraussetzung um uns "paramilitärisch" zu nennen. Es gibt weder eine besondere Ausbildung, noch militärische
Rangordnung, außerdem salutiert bei uns niemand. Airsoft oder dessen Spieler als paramilitärisch zu bezichtigen grenzt für uns
schon an eine Beleidigung.
Waffenfanatiker?
Es gibt Menschen die Eisenbahnwaggons sammeln, andere sammeln Waffen. Eine Waffe ist ein Gegenstand wie jeder andere
auch, es liegt alleine im Ermessen des Menschen zu entscheiden, was er damit macht. Auch eine "echte" Waffe kann als
Sportgerät oder als Mordinstrument verwendet werden. Um wie viel kleiner ist das Gefahrenpotential bei einer Airsoft-"waffe"! Wer
kann allen Ernstes behaupten, eine Plastikkugelverschießende Nachbildung sei ein Kriegsinstrument? Es wird immer Menschen
geben, die nichts mit Waffen zu tun haben wollen - und das ist auch gut so. Wir tragen weder unsere Sportgeräte öffentlich herum,
noch drängen wir unser Hobby anderen Leuten auf. Eine gut ausgestattete M4 mit Vordergriff und Reddot, eine MP5 mit Scope und
Laser, all das kann genauso faszinierend sein wie ein kunstvoll verziertes Schwert. Wer wagt den direkten Vergleich mit einem
echten Krieg? Wenn durch unser Nicht-Spielen nur ein Krieg oder auch nur ein Leben gerettet werden würde, wir alle würden unser
Equipment noch heute verbrennen. Aber dem ist nicht so, und wird auch nie so sein. Die Welt dreht sich weiter, auch wenn
Wahnsinnige ein Flugzeug in ein Hochhaus steuern. Was wir tun, hat nun einmal keinen Einfluss auf echte Konflikte. Ein wirklicher
Krieg zerstört Leben. Airsoft nicht. Wer diese Unterscheidung nicht schafft, den kann man auch nicht überzeugen.
Kriegsspiel?
Eindeutig ja, aber Vorsicht: Hier sind zwei Worte enthalten: "Krieg" und "Spiel". Es wird, in Grenzen, Krieg gespielt. Genau wie
beim Schach, oder beim Fechten. Besonders letzteres müsste doch die Gemüter erhitzen, sind doch die uralten Bewegungen,
Klingenpositionen und Bezeichungen ("Quint", "Quart", "Sixt", etc.) die gleichen wie die, die unzähligen Menschen das Leben
gekostet haben. Fechten ist mittlerweile gesellschaftlich anerkannt. Noch ein Beispiel gefällig? Boxen Hier wird sogar unverholen
zugegeben, dass das Ziel in der Verletzung des Opponenten besteht! Der Kampf soll fair und sogar "ehrlich" sein, weil beide mit
Fäusten aufeinander losgehen. Blanker Hohn! Wir spielen nie mit dem Ziel den anderen zu verletzen.
Gewaltverherrlichung?
Vor einigen Jahren kritisierte die ARGE/Gewaltprävention, das Spielprinzip - man werde förmlich zum Abdrücken genötigt und in
die Täterrolle gedrängt; es bleibe dem Spieler keine andere Wahl. Dazu sein angemerkt, dass es durchaus Spielmodi gibt, ab die
eine solche Beschreibung zutreffend ist - ABER diese Modi ob ihrer Einfachheit kaum gespielt werden. Die Spieler sind für diese
einfach gestrickten Spielarten nicht mehr zu interessieren. Wesentlich beliebter und daher öfter gespielt werden so genannte
"Missions", bei denen nicht ein ramboartiges zum Ziel führt, sondern unbemerktes und/oder strategisches Vorgehen - also
möglichst lange ohne Schussabgabe (idealerweise ohne) - wichtig ist. Es drängt sich daher die Frage auf: Was ist
gewaltverherrlichend an einem Spiel, bei dem es darauf ankommt, NICHT den Abzug zu benützen?
Verletzungen?
Auch das ist unvermeidlich. Wie z.B. beim Tennis kommt das auch bei uns vor. "Siehst du, da kann man sich verletzen" - welch
blinde Dummheit steht hinter so einem Satz. Wo kann man sich nicht verletzen? Den Ort an dem man 100% sicher ist möchte ich
sehen. Unser Bestreben liegt darin, das Verletzungsrisiko zu minimieren - deswegen ist das Spielen grundsätzlich nur mit
Schutzmaske erlaubt. Die Verletzungen durch unglücklich platzierte Treffer (z.B. an Stellen mit sehr dünner Haut) machen sich
zwar im schlimmsten Fall durch eine blutende Wunde bemerkbar, aber nichts wofür nicht ein Pflaster ausreichen würde. FPS-Limits
und Überprüfungen sorgen dafür, daß keine unzumutbar großen Geschoßgeschwindigkeiten das Risiko erhöhen. Verletzungen
sind die absolute Ausnahme, höchstens alle 2-3 Spiele trägt mal ein Spieler eine sichtbare Blessur durch einen unglücklichen
Treffer davon. Fullface-Masken minimieren das Risiko auf die Finger, und mit Handschuhen lässt sich auch das vermeiden. Doch
auch Spieler, die mit kurzärmeligen Jacken und normalen Schutzbrillen spielen sind dank der schwachen Energien keinem
nennenswerten Verletzungsrisiko ausgesetzt.
Wehrsport und Rechtsextremismus
Der langläufigen Meinung der Medien nach ist Airsoft ein Wehrsport oder dient als Unterschlupf für Rechtsradikale. Tatsache ist
jedoch, dass Airsoft aufgrund der geringen Reichweite als Wehrsport ungeeignet ist, da entsprechende militärische Taktiken nicht
angewendet und somit auch nicht trainiert werden können. Jegliche politische Betätigung ist bei uns strengstens untersagt.
Zuwiderhandelnde werden vom Spiel ausgeschlossen, "Wiederbetätigende" werden von uns sofort bei den Behörden angezeigt.
Zur Information: Wer den Club oder unsere Spieler als "rechtsextremistisch" bezeichnet, erntet im schlimmsten Fall eine
Verleumdungsklage. Eines lassen wir ganz sicher nicht zu, nämlich daß man uns als Neonazis, Linksextreme, oder sonst
irgendeines extremistischen und menschenfeindlichen Gedankengutes bezichtigt.
Warum das Ganze?
Airsoft ist ein Spiel, ein Hobby. Nicht mehr und nicht weniger steckt hinter diesen "Verrückten mit ihren Plastikwaffen".
Geschmacklos? Vielleicht, aber seit wann sind Geschmacklosigkeiten verboten? Wer bestimmt, was "Geschmack" ist? Sind es
nicht gerade die Geschmäcker, die verschieden sind?
Es sind gerade die Menschen mit ihren Plastikwaffen, die ein wehrloses Ziel für politische Groschensammlerei bieten. Illegalen
Waffenbeständen wird man nicht so leicht Herr, darum geht man legalen Waffenbesitzern und auch Airsoftspielern an den Kragen.
Wer meint, es sei nicht so, der hat sich nicht genauer informiert. Bloßes drüberhören und Zeit-Im-Bild schauen reicht hier nicht.
Viele Menschen wiegen sich aber in die Sicherheit von einigen wenigen Informationsquellen, nur die wenigsten wagen einen
Rundumblick. Wer Airsoft verstehen will, muss wieder zum Kind werden. Die kindliche Freude über ein mechanisches Spielzeug,
das uralte Fangenspielen, das alles sind Dinge die viele nicht mehr verstehen...
Quelle
Der ASVU distanziert sich ausdrücklich von links-,
rechtsradikalen sowie sonstigen
gewaltverherrlichenden Gruppierungen. Weder gehören
wir einer politischen
Richtung an, noch befürworten wir jegliche politische
Aktivitäten innerhalb des
Vereins.
:: Der Vorstand des ASVU ::
ASVU Info